„Wenn du dein Opfer darbringst am Altar und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass dein Opfer dort vor dem Altar und geh zuerst hin, versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und bring dein Opfer dar“ (Matthäus 5,23–24).
Liebe Freunde, Brüder und Schwestern in Christus,
das Programm unserer Gottesdienste finden Sie wie gewohnt auf unserer Internetseite, und den Kalender für die Fastentage finden Sie unter diesem Link.
Die Kirche ist in erster Linie eine eucharistische Gemeinschaft und hat das Ziel, die Gläubigen zur eucharistischen Gemeinschaft mit Christus zu führen. Sie ist das tägliche Brot, das der Mensch benötigt, um nicht nur körperliche, sondern auch geistliche Nahrung zu empfangen. Diese Nahrung kann vom Herzen und vom Verstand aufgenommen werden, wenn der Gläubige bereit ist zu vergeben oder um Vergebung zu bitten.
Jesus Christus erinnert uns im Vaterunser daran, unseren Schuldnern zu vergeben, und er fordert uns auf, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um Frieden mit unserer Umwelt zu schließen. Die Verantwortung in Matthäus 5,23 liegt auch bei dem, gegen den ein Groll besteht oder der der Meinung ist, dass der andere im Unrecht ist. Der heilige Johannes Chrysostomos schreibt, dass Gott „die Opfer eines Menschen, der in Streit lebt, nicht annimmt“. Der heilige Siluan der Athonit sagt: „Die Seele, die nicht vergibt, kann den Frieden Christi nicht erkennen“ und der heilige Basilius der Große betont, dass wahre Vergebung ein innerer Akt der Liebe und der Befreiung von Bosheit ist – sie bedeutet jedoch nicht unüberlegtes Wiederherstellen von Vertrauen. So kann der Christ aufrichtig im Herzen vergeben, ohne sich erneut Schaden, Sünde oder bösen Einflüssen auszusetzen. Vergebung ist kein Zeichen von Naivität, sondern weise Liebe, die Heilung sucht, nicht Wiederholung des Bösen (Regulae fusius tractatae, Fragen 10–13).
In diesem Jahr feiern wir den Trifonovden mit einer Vesper am 31. Januar um 17:00 Uhr, einer festlichen Matutin am 1. Februar um 8:30 Uhr und der Göttlichen Liturgie um 10:00 Uhr desselben Tages.

Der gerechte Simeon sehnte sich mit Geduld und Demut nach der ihm von Gott versprochenen Begegnung mit Christus, die wir am 2. Februar mit einem Akathistos um 18:00 Uhr feiern werden. Dieses Fest des Friedens, Heils und der Herrlichkeit, das der heilige Simeon mit Herz und Seele erfahren hat, inspirierte ihn zu den denkwürdigen Worten:
„Jetzt lässt du deinen Knecht, Herr, in Frieden gehen, nach deinem Wort; denn meine Augen haben dein Heil gesehen, das du bereitet hast vor allen Völkern – ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und Herrlichkeit deines Volkes Israel!“ (Lukas 2,29–32).
Die sonntäglichen Evangelienlesungen im Februar sind besonders lehrreich und reich an geistlichen Botschaften, da sie die Herzen der Gläubigen auf die kommende Große Fastenzeit vorbereiten. Die Gleichnisse über den Zöllner und den Pharisäer, den verlorenen Sohn und das Jüngste Gericht enthalten tiefe Wahrheiten über unsere Beziehung zu Gott und zu unseren Mitmenschen.
Am Samstag, dem 7. Februar, um 17:00 Uhr laden wir Sie zu einem Gespräch mit Prot. Georgios Manos über das Leben und Werk des Heiligen Paisios von Heiligenberg Athos ein. Ausführliche Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
Am 10. Februar gedenkt die Kirche des heiligen Charalampios, dessen Reliquien auf unserem Heiligen Altar ruhen. Am Montag, den 9. Februar, findet zu diesem Anlass um 18:00 Uhr ein Akathist statt.

Am Samstag, den 14. Februar, zum Gedenktag der Verstorbenen, wird um 10:00 Uhr eine Seelenmesse gefeiert. Außerdem gedenken wir in diesem Jahr 1200 Jahre seit der Geburt des heiligen Konstantin-Kyrill des Philosophen (826–14.02.869), slawischer Gelehrter und Schöpfer des slawischen Alphabets, dessen Gedächtnis an diesem Tag gefeiert wird. Der heilige Kyrill ist einer der himmlischen Schutzpatrone unserer Gemeinde in Hamburg, und wir freuen uns, seinen Gedenktag mit der Göttlichen Liturgie zu feiern.
Am 15. Februar findet der Internationale Tag der orthodoxen Jugend statt, traditionell in der Russischen Orthodoxen Kirche „Hl. Johannes von Kronstadt“. Gläubige aus der ganzen Stadt sind eingeladen.
Beginn: 10:00 Uhr
Ort: Kirche „Hl. Johannes von Kronstadt“ und Saal „Tschaikowski“, Hamburg
Anmeldungen bis 10.02.2026 über diesen Link.
Am 22. Februar, Sonntag der Fleischlosen Woche (Sirupostna), beginnt der Gottesdienst um 8:30 Uhr mit der Auferstehungsmatutin. Nach der Heiligen Liturgie wird der Ritus der gegenseitigen Vergebung gefeiert. Auf diese Weise erinnert uns Jesus Christus daran, wie wichtig es ist, von Herzen zu sagen: „Vergeben! Verzeih!“ und alles zu tun, um in Frieden mit unserer Umwelt zu leben. So treten wir in die heilbringenden Tage der Großen Fastenzeit ein.
Die Zeit der Heiligen Fastenszeit ist eine Gelegenheit, am Leben Christi teilzuhaben. Es ist eine Zeit des Gebets, der Hingabe und der Liebe zu Gott, den Mitmenschen und zu sich selbst. „Nicht das, was in den Mund hineingeht, macht den Menschen unrein, sondern das, was aus dem Mund herauskommt“ (Matthäus 15,11).
Das Fasten ist ein Ausdruck des geistlichen Strebens, Gottes Willen anzunehmen, und darf nicht mit einer Diät verwechselt werden. Vom Fasten sind Schwangere, stillende Mütter, Kranke, Gebrechliche, kleine Kinder und ältere Menschen befreit. Dennoch sollte das persönliche Fasten unter der Beratung eines orthodoxen Priesters erfolgen, der das Leben des Gläubigen kennt.
Am 23., 24., 25. und 26. Februar, in der ersten Woche der Großen Fastenzeit, wird um 18:00 Uhr der Kanon des heiligen Andreas von Kreta gelesen.
Am Freitag, den 27. Februar, um 17:00 Uhr laden wir zu einer Kleinen Abendandacht mit dem Akathist zu Ehren der Gottesgebärerin (Teil I) ein.
Am Todorowden, 28. Februar, ist die Kirche ab 15:00 Uhr geöffnet, und um 17:00 Uhr feiern wir die Auferstehungsvesper.
Die Bulgarische Orthodoxe Kirchengemeinde „Die Heiligen Kyrill und Methodius“ in Hamburg wünscht Ihnen eine segensreiche und erretende Fastenzeit!
