Liebe kleine und große Freunde unserer Kirchengemeinde,
das Programm unserer Gottesdienste finden Sie wie gewohnt auf unserer Internetseite, und den Kalender für die Fastentage finden Sie unter diesem Link.
Am 1. Juni treten wir mit kindlicher Freude in den neuen Monat ein. An diesem Tag feiern wir mit der Göttlichen Liturgie das Fest des Heiligen Geistes sowie den Internationalen Kindertag. Lasst uns für die Kleinsten beten und sie zur Kirche führen, eingedenk der Worte des Erlösers: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreich eingehen“ (Mt 18,3).
Die ersten Sonntage nach Pfingsten offenbaren wichtige Themen des christlichen Lebens – die Berufung zur Heiligkeit, die Nachfolge Christi, das Vertrauen auf Gottes Vorsehung und die Kraft des demütigen Glaubens.

Der erste Sonntag nach Pfingsten – der Sonntag Allerheiligen – offenbart die Früchte des Heiligen Geistes. Christus ruft die Gläubigen dazu auf, Ihn mutig zu bekennen und Ihn über alles im Leben zu stellen, ihr Kreuz auf sich zu nehmen und Ihm mit Geduld, Treue und Sanftmut nachzufolgen. Die Apostel verließen alles um Christi willen, und die im Laufe der Jahrhunderte in Heiligkeit erstrahlten Menschen sind ein Zeugnis dafür, dass der Weg zur Vergöttlichung kein Selbstzweck ist, sondern Frucht der göttlichen Gnade.
Der zweite Sonntag nach Pfingsten, der allen bulgarischen Heiligen gewidmet ist, führt uns im Evangelium die Seligpreisungen vor Augen – das Bild des wahren christlichen Lebens. Die bulgarischen Heiligen sind ein Beispiel dafür, wie das Evangelium mit Glauben, Demut und Liebe zu Gott gelebt werden kann. Einige von ihnen, wie der heilige Paisij von Hilandar (19. Juni), der heilige Naum von Ochrid (20. Juni) und der heilige Märtyrer Prokopij von Varna (25. Juni), werden in diesem Monat gefeiert.
Das Evangelium des dritten Sonntags nach Pfingsten erinnert uns daran, dass der Mensch nicht zugleich Gott und dem Reichtum dienen kann. Der Christ ist vor allem dazu berufen, das Reich Gottes zu suchen. Der heilige Basilius der Große erklärt, dass nicht der Reichtum an sich böse ist, sondern die Anhänglichkeit an ihn. Unser Herr Jesus Christus ruft uns dazu auf, nicht in Angst und übermäßiger Sorge zu leben, sondern im Vertrauen und Glauben an Gottes Vorsehung.
Am vierten Sonntag nach Pfingsten berichtet das Evangelium von dem römischen Hauptmann, der Christus bittet, seinen Diener zu heilen. Obwohl er Heide war, zeigte er großen Glauben und Demut und wandte sich mit den Worten an den Erlöser: „Herr, ich bin nicht würdig, dass Du eingehst unter mein Dach“. Christus stellt den Glauben und die brüderliche Liebe des Hauptmanns jedem Menschen als Vorbild vor Augen und heilt seinen Diener.
Kommt und seht – Christus ist wahrhaft auferstanden und mitten unter uns!
Bulgarische Orthodoxe Kirchengemeinde „Die Heiligen Kyrill und Methodius“, Hamburg.